Katharina Reußwig im Interview

Beitrag von MÖBELMEILE

Name: Katharina. Heimat: Detmold. Wohnung: Osnabrück. Arbeit: zurzeit in Köln. Als Ingenieurin baut die 26-Jährige Autohäuser – und ihre typische Woche sieht so aus: viereinhalb bis fünf Tage in Köln, einen halben Tag in Osnabrück und zwei Tage in Detmold. Wo ist in all dem Kofferleben das Zuhause?
 

Katharina Reußwig

Wie es ist, wenn Zuhause keinen Ort hat? Als Business-Nomadin hat Katharina einen ganz besonderen Blick auf das Thema Zuhause.

Zuhause ist ein Ort, Zuhause ist ein Wort, ein Begriff, ein Gefühl, Zuhause ist viel. Was ist es für Sie?
Zuhause ist für mich … (Pause) Ich finde es gar nicht so einfach zu sagen, da ich so viel unterwegs bin. Am ehesten ist für mich Zuhause Entspannung, Bequemlichkeit, persönliche Sachen, soziale Kontakte. Wichtig ist mir die soziale und emotionale Komponente.

Wenn Sie in Ihre Wohnung kommen: Woran merken Sie, dass Sie zu Hause sind?
Wenn ich mal in Osnabrück bin, dann merke ich den Zuhause-Effekt an der eigenen Ordnung und Struktur. An meinem Kleiderschrank, meiner Küche. Alles ist da, wo ich es brauche. Alles andere findet so sehr aus dem Koffer statt.

Fühlen Sie sich an unterschiedlichen Orten zu Hause?
Ja, auf jeden Fall. In Detmold bei der Familie fühle ich mich zu Hause, auch weil dort meine ganzen Freunde herkommen. Aber auch mein Hobby Reiten ist wie Zuhause für mich, weil ich das mache, seit ich neun Jahre alt bin. Und zwar auch in Ostwestfalen, daher ist Ostwestfalen für mich mehr Zuhause – denn ich verbinde persönliche Sachen damit. Das ist ja auch meine Heimat und die ist mir wichtig.

Zuhause-Gefühl für Katharina Reußwig: Ordnung und das Pferd in der Nähe.

Und wie ist es, wenn Sie geschäftlich unterwegs sind? Ist das auch ein Zuhause?
In Köln wohne ich in Hotels oder Apartment-Hotels. Letztere finde ich persönlich besser, wenn man wie ich viel unterwegs ist. Die Ausstattung ist besser, man hat viele Sachen, die man auch in der eigenen Wohnung hat. Ein Zuhause ist das eher nicht. Im Hotel bin ich eigentlich nur zum Schlafen. Im Apartmentzimmer ist das Gefühl etwas besser. Ein Zuhause ist beides nur halb, da es ortsungebunden ist.

Worauf freuen Sie sich am meisten, wenn Sie nach Hause kommen?
Natürlich auf mein Bett. Aber ich freue mich auch auf meine Küche: Da ist alles da. Das sind meine persönlichen Wohlfühlfaktoren. Auch meinen Kleiderschrank mit meinen Sachen brauche ich, damit sich ein Zuhause-Gefühl einstellt. Damit ich mir nicht fünf Tage vorher überlegen muss, was ich anziehen will. Die ganze damit verbundene Gemütlichkeit ist für mich Zuhause.

Wie wichtig sind Möbel für Ihr Zuhause?
Möbel finde ich schon wichtig. Bezogen auf meine aktuelle Situation allerdings ein schwieriges Thema. Meine Wohnung in Osnabrück ist gerade für mich ein Übergang. Ich würde mehr Liebe in Details stecken, wenn ich öfter an einem Ort wäre, wo ich auch länger bleiben will.