Lena Kamphaus im Interview

Beitrag von MÖBELMEILE

Lena ist selbstständig und hat mit ihrem Mann zwei Kinder im Kita-Alter. Doch etwas ist anders als bei den meisten anderen jungen Familien. Statt in den grünen Speckgürtel zu ziehen, haben die Beraterin und ihr Ehemann sich dazu entschlossen, in der Stadt zu bleiben. Und zwar mittendrin. Die Familie wohnt in einer Eigentumswohnung in St. Georg, dicht am Hamburger Hauptbahnhof und wenige Schritte von der Alster entfernt.
 

Lena Kamphaus

Dass sie sich für die Stadt und gegen den Garten entschieden haben, hat auch mit der Vorstellung von Zuhause-Sein zu tun.

Wie definieren Sie persönlich Zuhause?
Zuhause ist für mich: den Schlüssel umzudrehen, in die Wohnung einzutreten, meine Sachen abzulegen – und vor allem der Ort, wo meine Familie lebt. Zuhause ist für mich: gemütlich zu sein. Familie und Gäste sollen sich wohlfühlen. Und Zuhause ist auch mein Kiez: St. Georg. Hier ist unsere Wohnung, hier ist der Spielplatz, wo meine Kinder spielen und wir Freunde treffen. In wenigen Gehminuten sind wir bei unserem Segelboot auf der Alster. Der Supermarkt ist um die Ecke, ebenso alle Anlaufstellen für den täglichen Bedarf, die Restaurants und Cafés. Zuhause ist wirklich St. Georg und endet an der Grenze zum nächsten Stadtteil.

Kennen Sie das Gefühl, kein Zuhause zu haben?
Jein. Ich hatte das ein bisschen, als ich vor 11 Jahren nach Hamburg gezogen bin. Da habe ich am Anfang in einer WG gewohnt, wo das „Zuhause-Gefühl“ gefehlt hat, also bin ich schnell wieder ausgezogen. Wohlgefühlt habe ich mich in allen anderen Wohnungen seitdem. Der Einzug in die Eigentumswohnung letztes Jahr hat meinen Blick auf Zuhause aber nochmals intensiviert.

Inwiefern?
Wir wissen, dass wir diese Wohnung „für immer“ haben können. Dadurch hat sich auch unser Blick auf Einrichtung und Möbel verändert. In Mietwohnungen hatte ich nie das Gefühl, dass ich da für immer bleiben werde. Da ging es in erster Linie um das Preis-Leistungs-Verhältnis und darum, dass die Möbel auch in die nächste Wohnung passen sollen. Jetzt sprechen wir mit Innenarchitekten und Tischlern, die Wohnkonzepte entwickeln und individuelle Möbel für uns bauen. Wir gestalten unser Zuhause bedingungslos, wie wir wollen und wie es für diese Wohnung perfekt ist.

Zuhause der Kontraste: Im urbanen St. Georg ist der Küchentisch Treffpunkt und Rückzugsort.

Wie wichtig sind Möbel für ein Zuhause?
Wichtig! Möbel sind Stilmittel. Neben dem Design ist aber auch die Funktionalität sehr wichtig. Seitdem ich Kinder habe, bin ich Fan von geschlossenen Möbeln. Aus rein praktischen Gründen ist mir der Ordnungsaspekt wichtiger geworden.

Was braucht es, dass sich bei Ihnen ein Gefühl von Zuhause einstellt?
Menschen sind das Wichtigste: mein Mann, meine Kinder und unsere Freunde. Die Wohnung ist dafür der perfekte Träger. Möbel gestalten diesen Träger und sorgen für Stil und Gemütlichkeit. Im Moment ist das noch nicht perfekt, aber Stück für Stück bauen und kaufen wir schöne Möbel und „erobern“ uns die Gemütlichkeit der Wohnung.

Hat das Zuhause an Bedeutung gewonnen in der letzten Zeit?
Ja. Als Familie verbringen wir automatisch mehr Zeit an diesem Ort. Das Zentrum der Wohnung ist wie bei so vielen der Esstisch. Dort treffen wir uns zum Essen, zum Reden, zum Spielen. Auch mit unseren Freunden sitzen wir gerne stundenlang am Esstisch. Das kann sich möglicherweise bald ändern, weil wir gerade auf der Suche nach schönen Möbeln für unsere Lounge sind.